Nach nun mehr als 4 Wochen in Kenia möchte ich euch alle über die Fortschritte, Erfolge, Hindernisse aber auch Lichtblicke informieren.
Im Dezember 2009 hieß es für mich wieder Koffer packen und ab nach Kenia. Mein Hauptziel war es alle Notwendigen Papiere für die Steuerbefreiung unseres Containers zu bekommen.

Reisebericht aus KeniaBereits im September stellten wir den Antrag in Nairobi. Von da an war es ein langer und steiniger Weg, mit vielen Hürden die wir zu bewältigen hatten. Normalerweise stellt man den Antrag und nach ca. einem bis zwei Monaten erhält man den Bescheid. Bei uns jedoch wollte das Finanzamt in Nairobi von Woche zu Woche neue Unterlagen. Zu Beginn Unterlagen aus Kilifi, einem Ort nördlich von Mombasa, dann wieder Papiere vom Finanzamt Mombasa und so geht es noch immer weiter. Allein um die verlangten Unterlagen aus Kilifi zu erhalten hat über einen Monat gedauert.
Nachdem wir alle Notwendigen und von uns verlangten Papiere zusammenhatten und uns freuten nun bald den Container auf seine große Reise zu schicken, kam der nächste Rückschlag. Wir benötigen noch mehr Papiere! Es ist, als ob Sie sich jede Woche etwas Neues einfallen lassen um uns das Leben schwer zu machen. Die derzeit vom Finanzamt Nairobi verlangten Unterlagen können wir vor März nicht erhalten.
Also heißt es für uns weiter Kämpfen und warten, nicht aufgeben und positiv denken und immer an die vielen strahlenden Kinderaugen denken, welche sich über die von euch allen gespendeten Anziehsachen, Spielzeuge, Bücher und Schulmaterialien freuen werden.

Da mein Hauptziel die Steuerbefreiungspapiere zu erhalten war und ich dieses nicht erreichen konnte entschied ich mich, mich mehr auf die restlichen Arbeiten an der Schule zu konzentrieren. Türen mussten eingebaut werden und die Toiletten mussten verbessert werden. Als ich nach nun über 5 Monaten das erste Mal wieder die Schule sah waren meine Gefühle geteilt. Früchte die über unserem Büro an einem Baum hängen waren so groß und schwer, dass sie vom Baum gefallen sind, auf unser Dach und durch das Dach ins Büro. Es waren zwei riesige Löcher in unserem Büro Dach. Somit entschieden wir uns, dass Dach zu erneuern. Anstatt Ziegel nutzen wir, wie auch beim Dach der Schule, Mabati. Also ein Blechdach. Auch auf dem Toilettendach waren bisher Ziegel welche wir durch Blech ersetzten um alles etwas einheitlicher aussehen zu lassen. In den Toiletten gab es einen kleinen Rohrbruch, so dass das Wasser ununterbrochen lief, es wurde zwar versucht den Schaden etwas zu verringern, aber vergebens. Alles Nass, Spülbecken und Toiletten fingen an zu schimmeln und die Wände waren soviel Wasser auch nicht gewohnt. Als wir uns entschieden das Dach bei den Toiletten auch zu erneuern, entschieden wir auch, die Toiletten etwas umzubauen. Die Toiletten an sich etwas geräumiger zu gestalten, die Türen anstatt wie bisher, nach innen öffnen, von nun an nach außen zu öffnen, so dass man mehr Platz in der Toilette hat. Ein Klempner wird sich in den nächsten Tagen um die Wasserschäden kümmern.

Ein weitere Schock traf mich als ich die riesen Wand sah, welche unser Nachbar direkt an die Schulwand gebaut hat. Er hat nicht einmal 2cm Platz zwischen seiner Grundstücksmauer und unserer Schulwand gelassen, so dass all unsere Wände an dieser Seite Nass waren. Eine Lösung musste her. Wir entschieden uns eine Dachrinne sowie Lüftungslöcher in die Wand zu machen, so dass sie Atmen kann. Unser Plan von der Regenrinne wurde zerstört als wir versuchten sie anzubringen. Kein Platz!
Wir redeten mit dem Nachbar und dachten er würde eventuell einwilligen ein Teil der Wand zu brechen, leider verlief dieses Gespräch nicht wie erhofft. Um sie an der Rückseite der Schule anzubringen, hätten wir das komplette Dach anheben und verkürzen müssen um genügend Platz für die Regenrinne zu schaffen. So das wir uns entschieden die nun einmal gekaufte Regenrinne an der Vorderseite der Schule anzubringen. An einem Teil der Schule war es uns jedoch möglich sie an der Rückseite anzubringen. Außerdem bauten wir Türen in die Klassenzimmer ein. Das letzte Klassenzimmer wird noch mit Metallgittern verstärkt, so dass die Computer sicher sind.
In den nächsten Tagen werden wir uns um den Anstrich der Schule, sowie die Toiletten und die Metallgitter kümmern. Natürlich werde ich euch weiter über die Fortschritte an der Schule Informieren und viele Bilder für euch machen.

Aktuelle Bilder vom Baufortschritt findet Ihr hier...

 

Aktualisiert ( Donnerstag, 21. Januar 2010 um 13:25 Uhr )